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Genauigkeitsunterschiede

Verfasst: 07.12.2006 - 13:33
von michi
Hallo Zusammen,

ich hab ne Frage:
Woher rühren die Genauigkeitsunterschiede zwischen Lage- und Höhenmessung im GPS-Verfahren :?:

Re: Genauigkeitsunterschiede

Verfasst: 07.12.2006 - 19:04
von JLacky
michi hat geschrieben:Hallo Zusammen,

ich hab ne Frage:
Woher rühren die Genauigkeitsunterschiede zwischen Lage- und Höhenmessung im GPS-Verfahren :?:
Vereinfacht ausgedrückt:

Für die Positionsmessung hast Du Satelliten, die rund um Deine Position verteilt sein können. Wird ein Fehlerler duch ein Satelliten verursacht, der östlich von Dir steht, kann der Fehler durch einen Satelliten der westlich von Dir steht kompensiert werden.

Bei der Höhemessung hast Du keine optimale Verteilung der Satelliten, die stehen alle über der zu messenden Position. Hier können z.B. Signalaufzeitfehler durch nicht optimal abgeglichene Timer nicht kompensiert werden, da die Signal immer aus einer Richtung kommen: von Oben.

mfg
JLacky

Verfasst: 07.12.2006 - 22:57
von Roland
Hallo,

danke dass noch ein paar mitmachen.

Beim Lesen der Frage schlich mir wieder diese Gänsehaut über den Rücken: "Mist, wieder so eine simple Frage, deren Beantwortung einem Kopfzerbrechen bereitet!"

Erste Antwort: "Das weiß man doch aus Erfahrung ..."

Dann ungefähr die von JLacky.

Dazu vielleicht noch ein Link auf die
Trimble Planungssoftware
mit der man sich die DOPS anzeigen lassen kann.
(Gibt es auch von Leica-Geosystems).

Dann meine ich noch erwähnen zu müssen:
Bei zentimetergenauem GPS spielt auch die Genauigkeit der Geoidbestimmung eine Rolle. GPS liefert ja Höhen über dem Ellipsoid.
Je nachdem, wie genau die Differenz zwischen Höhenbezugsfläche und Ellipsoid bekannt ist, ist die Höhenbestimmung unsicherer als die Lagebestimmung. Jaa, das gibt Punkte :) .

Dann habe ich nochmal - ja wo denn? - bei
http://www.kowoma.de/gps/Fehlerquellen.htm
nachgeschaut:
Michael hat geschrieben:Die Satellitengeometrie verursacht keinen Fehler in der Positionsbestimmung, der mit Meterangaben fassbar ist. Vielmehr vervielfachen die DOP-Werte die anderen Fehler. Hohe DOP-Werte wirken sich also auf die restlichen Fehler einfach stärker aus, als niedere DOP-Werte.
Also da bin ich nicht sooo ganz glücklich damit. Jetzt krieg ich's aber auch nicht ganz sauber hin:
Die Geometrie -schleifende Schnitte!- verursacht schon Fehler bzw. Ungenauigkeiten, die mit der Messgenauigkeit der Pseudostrecken (3-8 Meter?) und den DOPS in Metern ausgedrückt werden kann ?!

Wer es härter braucht
Hier gibt's Formeln von Simon Schelkshorn
die ich nur noch flüchtig streife *hüstel*

Grüße Roland

Info

Verfasst: 08.12.2006 - 09:11
von michi
schon mal vielen herzlichen Dank für die Info :idea:

Dann hätt ich da noch eine kleine weiterführende Frage:

Welche Genauigkeiten können derzeit in der Höhenmessung (mit und ohne dem SAPOS Dienst HEPS) erwartet werden? :?:

Verfasst: 08.12.2006 - 10:18
von ssquare_de
Servus michi,

rechne einfach mit der groben Faustformel: Höhengenauigkeit= 1,5-2xLagegenauigkeit.
Bei HEPS:
"HEPS ermöglicht eine Koordinatenbestimmung in Echtzeit mit einer Lagegenauigkeit von 1 bis 2 cm und einer Höhengenauigkeit von 2 bis 3 cm." laut Aussage Landesvermessungsamt.

Das ist dann für gewöhnlich gut zu erreichen.


Stefan

Verfasst: 08.12.2006 - 11:03
von michi
Danke für die Info :D :idea:

Gruß
Michi