Genauigkeitsverbesserung im Wald durch mehrer Empfänger

Fragen und Erfahrungen zur Anwendung von GPS beim Wandern, Radeln, Fliegen usw.

Moderator: Roland

Genauigkeitsverbesserung im Wald durch mehrer Empfänger

Beitragvon fhelmli » 05.05.2016 - 22:37

hallo

Ich habe einen relativ grossen Wald und bewirtschafte ihn halb professionell. Wir bauen regelmässig neue Weg um alles gut erschliessen zu können. Die Aufgabe ist nun einen aktuellen Stand der Wege zu kartografieren. ich möchte das selber machen und habe dazu eine Idee und würde gerne eure Meinung hören.

Ziel: Waldwege auf 1m genau zu Messen mit GPS

Setup 1: normales GPS UBLOX Neu 6 --> 20m fehler, unbrauchbar
Setup 2: Base und Rover mit RTK -> Laut experten Meinung Schwierig einen float oder fix zu bekommen da beide GPS Empfänger im Wald sind und Irgendwelche Reflexionen und andere Signal Verbiegungen haben werden.
Setup 3: auf einem fixen Stab mit sagen wir 1m Länge 2 Empfänger. Die tatsächliche Position wird durch geschickte Mittelung (was immer das auch heisen mag) erzielt.

Frage: ist Setup 3 sinnvoll? hat das schon mal wer gemacht?

Ad geschickte Mittelung:
Man könnte abhängig vom geschätzten Fehler der Position eine Mittelung machen. Man könnte aber auch im den RAW Infos arbeiten:
Da beide Empfänger sehr nahe sind aber nicht an der exakt gleichen stelle sollten die Laufzeiten der Satelliten die empfangen werden grob gleich sein. wenn es bei einem gewissen Satelliten zu signifikaten unterschieden kommt könnte man den ausschliesen und mit den restlichen Satelliten eine Position ermitteln

geht das?

danke und mfg
Franz
fhelmli
 
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Re: Genauigkeitsverbesserung im Wald durch mehrer Empfänger

Beitragvon Josef Gerstenberg » 09.05.2016 - 13:27

Hallo Franz,
habe ich alles schon gemacht.
Setup 3 funktioniert. Den durch den Wald bewirkten Fehler kann man so auf maximal Wurzel(Anzahl Empfänger) verringern.

Eine geschickte Mittelung der RAW-Daten ist sehr kompliziert:
- jeder Empfänger hat eine eigene Uhr
- Pseudorange kann man nicht direkt mitteln, weil es keine Strecken, sondern Pseudostrecken sind
- usw.

Maximal 1m Fehler wirst du im Wald mit GPS nie schaffen.

Geodäten gehen so vor:
- RTK-Messung im nahegelegenen Freiland
- von dort aus mit einem Tachymeter durch den Wald zum zu vermessenden Punkt hangeln

Gruß Josef
Josef Gerstenberg
 
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