Fragen zum M8T und Praxisergebnisse...

Fragen zu GPS-Empfängern und alles was damit zu tun hat.

Moderator: Roland

Re: Neo M8T nur 2Hz Ausgabe?

Beitragvon jovo » 08.03.2016 - 19:52

Ok Danke, werde es heut Abend gleich noch mal probieren.

Gruß jovo
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Re: Neo M8T nur 2Hz Ausgabe?

Beitragvon spunky » 27.04.2016 - 21:19

ich habe für ein paar € so ein gebrauchten Netzwerk USB Server bekommen und den Empfänger dran gehangen: https://www.conrad.de/de/conrad-usb-server-972161.html

netusb.png
netusb.png (31.76 KiB) 4208-mal betrachtet


Der Empfänger wird sofort erkannt und kann jetzt als Basisstation auf's Dach montiert werden, dort ist auch gleich ein Router in der Nähe (brauch ich kein 20 m USB Kabel legen oder per Bluetooth durch zwei Decken).

:D
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Re: Neo M8T nur 2Hz Ausgabe?

Beitragvon spunky » 03.05.2016 - 17:21

heute ist mein HF-Kabel zum Dach angekommen und hab gleich die Antenne auf dem Dach montiert, Ergebnis ist beeindruckend, Spur-zu-Spur Abweichung kleiner 5 cm (2-4 cm) innerhalb 15 min, nach 15 min Vorlaufzeit. :D


rtklib.png
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Re: Neo M8T nur 2Hz Ausgabe?

Beitragvon spunky » 04.05.2016 - 20:13

Ich habe jetzt die L1-Basis 5x eingemessen, nach kürzester Zeit (10-15 min) habe ich einen stabilen RTK-Fix über mehrere Stunden, es gibt nur Selten ein paar Ausreißer für einige Sekunden (wie auch bei allen anderen Systemen). Die Wiederholbarkeit aller 5 Messungen lag bei kleiner 1 cm Abweichung, das heißt, die Punktwolken (1-3 Stunden, jeweils 30.000-70.000 Punkte, im Bereich von 3 cm) wurden auf einen Punkt zusammengerechnet und diese Punkte lagen alle innerhalb 1 cm zusammen. :shock:
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Re: Neo M8T nur 2Hz Ausgabe?

Beitragvon spunky » 09.07.2016 - 12:00

wie groß sollte eine Grundplatte für eine TW3710 Antenne sein? Die Antenne soll als Basis dienen und ist auf dem Hausdach montiert, mit freier Sicht in alle Richtungen.

Reichen 10 oder besser 12 cm oder...?

PS: gibt's für paar € in jeder Größe und Stärke: http://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40 ... 2a&_sop=15
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Re: Neo M8T nur 2Hz Ausgabe?

Beitragvon Josef Gerstenberg » 09.07.2016 - 19:53

Laut Tallysman beträgt der optimale Durchmesser der Grundplatte 100mm.
Schau mal bei Hagen https://www.optimalsystem.de/os.aspx?x=411 rein,
da gibt es die Grundplatte gleich mit passendem Loch und einem Rohr für die Befestigung.
Gruß von Josef
PS Denk an den Blitzschutz für die Antenne auf dem Hausdach.
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Re: Neo M8T nur 2Hz Ausgabe?

Beitragvon spunky » 13.07.2016 - 19:00

Rover ist endlich fertig und alles in einer Box verpackt (Akku, Lader, BT und M8T), mit USB/Lade-Buchse und Ein/Aus-Schalter (für Akku-Betrieb), nur die Grundplatte fehlt noch.
IMG_20160713_182232.jpg
IMG_20160713_182232.jpg (171.12 KiB) 3920-mal betrachtet


Und die Basis über der Sat-Schüssel, auch noch ohne Grundplatte.
IMG_20160713_181756.jpg
IMG_20160713_181756.jpg (43.38 KiB) 3920-mal betrachtet



in den nächsten Tagen wird dann mal ein Feldtest gemacht.
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Re: Fragen zum M8T und Praxisergebnisse...

Beitragvon spunky » 22.07.2016 - 23:21

Hier nun ein erster Feldtest...

Ich habe heute beim Raps dreschen, meine Parallelfahr App mitlaufen lassen. Der Mähdrescher wird per RTK gelenkt (ein professionelles Lenksystem, keine Bastellösung).

Der Selbstbau-Empfänger ist mittig auf der Fahrerkabine befestigt, in der nähe wo auch der L2-Empfänger vom Lenksystem sitzt. Hab dann den Drescher mit 7,15 m Parallelabstand, mit ca. 4 km/h autonom fahren lassen. Gleichzeitig (weil ich ja die Hände frei habe :lol: ), hab ich mit der App eine Verbindung zu meinem M8T auf der Fahrerkabine aufgebaut und mir die Korrekturdaten von meinem zweiten M8T auf dem Hausdach geholt (Basislinie 3km). Hatte dann relativ schnell ein Float fix (50 %) und später auch RTK fix (50 %). Hab dann eine A-B-Line angelegt und konnte nun gut die Abweichung zum professionellen Lenksystem beobachten (auch hier pendelt die Abweichung von 0-10 cm). Die Abweichung der Selbstbau-Lösung betrug durchgehend weniger als 20 cm von der Ideallinie. Schätzungsweise 95% lagen bei weniger 5 cm Abweichung, im Bild sind das die roten Linien. Dann habe ich mit EGNOS aufgezeichnet, hier kam es zu Abweichungen von bis zu 2 m, das sind die grünen Linien. Man bedenke die geringe Geschwindigkeit, die Trägheit des Mähdreschers und das fehlen eines Neigungsausgleichs (Empfänger fast 4 m über dem Grund), das Selbstbau-RTK-Ergebnis kann sich sehen lassen...


die Aufzeichnung:
Bitmap in Unbenannt-1.jpg
Bitmap in Unbenannt-1.jpg (422.09 KiB) 3767-mal betrachtet


die App:
Screenshot_2016-07-22-11-11-47.png
Screenshot_2016-07-22-11-11-47.png (82.2 KiB) 3865-mal betrachtet


Weitere Tests und Zahlen sollen folgen...
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Re: Fragen zum M8T und Praxisergebnisse...

Beitragvon Hagen.Felix » 23.07.2016 - 00:09

spunky hat geschrieben:.. Raps dreschen ... ca. 4 km/h ... RTK Float (50 %) und später auch RTK fix (50 %) ... Empfänger fast 4 m über dem Grund ...

Mit dieser ja schon recht guten L1-Hardware (M8T & TW3710) ein m.E. gar nicht so ungewöhnliches Ergebnis. :wink:

Die Mess- bzw. Umgebungsbedingungen waren allerdings gewiss auch einigermaßen hervorragend: völlig freier Himmel, extrem trockener Untergrund und zudem noch ein relativ großer Abstand der Antenne nach unten, keine hektischen Bewegungen der Antenne bei zudem auch insgesamt nur sehr langsamer Fahrt ...

Ein paar Monate später (nasser Boden) und/oder auf dem Traktor (wesentlich rabiatere Lageänderungen der Antenne) könnte es bei sonst identischer Messanordnung aber durchaus auch schon etwas anders aussehen. :?

Gleichwohl: Diese Messfahrt zeigt sehr schön auf, was eine so relativ kostengünstige RTK-Technik bereits zu leisten vermag! :D
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Re: Fragen zum M8T und Praxisergebnisse...

Beitragvon spunky » 03.08.2016 - 20:15

Gestern und Heute noch mal ein Feldtest mit der Scheibenegge:
- bedeckter Himmel, zeitweise Nieselregen
- Traktor wird per RTK gelenkt, 15-18 km/h
- Basislinie 3 km, über Stunden durchgehend stabiler RTK Fix
- Abweichung von der Ideallinie ähnlich wie vom Profilenksystem
- Spur-zu-Spur-Abweichung bei 95% im einstelligen Zentimeterbereich (0-5 cm)
- seltene Ausreiser von über >10 cm

Ich bin begeistert... :D

provisorisch befestigt, aber hält (mit Grundplatte):
IMG_20160801_155316.jpg
IMG_20160801_155316.jpg (116.39 KiB) 3553-mal betrachtet


bedeckter Himmel:
IMG_20160801_155422.jpg
IMG_20160801_155422.jpg (131.51 KiB) 3553-mal betrachtet


Basis mit Grundplatte (V2A, danke an den unbekannten Kollegen für die Bohrung):
IMG_20160807_092750.jpg
IMG_20160807_092750.jpg (133.27 KiB) 3553-mal betrachtet
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Re: Fragen zum M8T und Praxisergebnisse...

Beitragvon u-Bloxer » 04.08.2016 - 19:14

Hey,

das sind ja erstklassige Ergebnisse.

Ich habe noch eins zweis spezielle Fragen:
- wie genau sendest du deine Korrekturdaten ich nehm mal an das sind RTCM3 Daten zum Rover ? (Radio Modul, BlueTooth?)
-> oder hast du bisher einfach nur deine Daten jeweils von der Basis und vom Rover aufgenommen und postprocessing gemacht? (also mit RTKLIB)


viele Grüße
u-Bloxer
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Re: Fragen zum M8T und Praxisergebnisse...

Beitragvon spunky » 04.08.2016 - 19:36

die Daten werden "Live" mit meiner Parallelfahr-App übertragen bzw. empfangen:

Rohdaten vom Rover per Bluetooth zur App, dann die Rohdaten per TCP und Mobilfunk an RTKlib (PC mit Basisstation) senden, dann die korrigierten NMEA-Daten wieder per TCP und Mobilfunk von RTKlib abholen.

hierbei entstehen aber extrem hohe Datenmengen, beim Rover hab ich vergessen NMEA zu deaktivieren, und beide Seiten senden/empfangen in 10 Hz. Die RTKnavi Ausgabe kann auch auf 5 Hz oder weniger reduziert werden, reicht auch zum fahren.

oder man geht den Umweg über RTKGPS+, aber da weiß ich noch nicht wie ich das machen soll.
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Re: Fragen zum M8T und Praxisergebnisse...

Beitragvon Hagen.Felix » 05.08.2016 - 09:32

spunky hat geschrieben:... extrem hohe Datenmengen ...

u-Bloxer hat geschrieben:... RTCM3 Daten zum Rover?

10 Hz Rohdaten GPS+GLONASS vom Rover zur Basis und dann wieder NMEA zum Rover zurück? :shock:

Das wäre ja ungefähr so, als würde man eine Fliege an der Wand mit der Panzerfaust erschlagen ... :mrgreen:

Dei diesem grandiosen Datenvolumen ist übrigens "das bisschen" zusätzliches NMEA vom Rover-M8T dann gar nicht das größte Problem, wenngleich natürlich trotzdem unnötiger Ballast. :roll:

Interessant (eine m.E. durchaus positive Überraschung!) ist aber, dass RTKNAVI offenbar recht robust gegen vermutlich ja doch signifikant später eintreffende Rover-Daten zu sein scheint ... :o

Wie "u-Bloxer" jedoch schon völlig korrekt angenommen hatte, wäre es natürlich am sinnvollsten, die Rohdaten vom Basis-M8T gleich an Ort und Stelle in RTCM3 zu verwandeln (mittels STRSVR) und die RTKNAVI-Instanz beim Rover zu betreiben.

Wobei dann aber wieder das leidige Problem der nötigen Android-Portierung von RTKNAVI ins Spiel käme ... :roll:

Dort ist ja offenbar noch immer das schon von Beginn an (https://github.com/illarionov/RtkGps) immer mal wieder auftretende Problem der CPU-Architektur (ARM vs. x86) vorhanden. :cry:

Dinu Berca kämpft ja auch noch immer dagegen an ...
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Re: Fragen zum M8T und Praxisergebnisse...

Beitragvon Hagen.Felix » 05.08.2016 - 09:42

spunky hat geschrieben:... 15-18 km/h ... über Stunden durchgehend stabiler RTK Fix ... Ich bin begeistert... :D

Das ist tatsächlich außergewöhnlich gut! :D

In vielen Fällen (wie auch von vielen verschiedenen RTKNAVI-Nutzern berichtet wird) kommt es in kinematischen Anwendungen eigentlich doch wesentlich häufiger zu Fix-Abrissen ... :cry:

Wie lange es dann jeweils dauert, bis in der Bewegung wieder ein neuer RTK-Fix erreicht wird, ist leider auch recht unterschiedlich. Wenn überhaupt ... :shock:

Etwas Nieselregen ist jedoch vermutlich noch relativ unproblematisch.

Kritisch wird es i.d.R. erst dann, wenn sich das Wasser im bzw. am Boden ansammelt (Stichwort Multipath) ...

Wenngleich eine Traktorfahrt auf freiem Feld sicherlich vergleichsweise günstig erscheint (da die Bewegung an sich relativ ruhig und gleichförmig ist), ist es doch ein hervorragendes Ergebnis, wenn man einen stundenlang haltenden RTK-Fix mit L1@RTKNAVI hat! :D
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Re: Fragen zum M8T und Praxisergebnisse...

Beitragvon spunky » 20.08.2016 - 00:10

ich hatte ja gehofft man könnte mit RTKGPS+ arbeiten: viewtopic.php?p=17305#p17305

zwar wird erfolgreich verbunden und einen Fix bekomme ich auch, aber die App beendet sich aller paar Minuten von selbst und startet bzw. verbindet sich dann wieder wie von Geisterhand auch von selbst, seltsames verhalten. Und wie ich damit eine Verbindung zur heimischen Station hinbekomme, weiß ich auch noch nicht genau. Naja, immerhin ein Anfang...

---

gibt es STRSVR für Android oder eine andere App die die Rohdaten in RTCM3 wandeln kann?
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