Kann man Signalstärke etc. im nachhinein erfahren?

Allgemeine Fragen zu GPS und verwandten Themen

Moderator: Roland

Kann man Signalstärke etc. im nachhinein erfahren?

Beitragvon Tagmarie » 17.09.2012 - 15:55

Hallo allerseits,
Ich bin neu hier im Forum. Ich habe es gefunden, als ich im Internet nach einer Lösung für das folgende Problem gesucht habe:

Ich habe mehrere GPS-Ortungen über einen sehr langen Zeitraum (2 Jahre) an der Nordsee hier bei mir (Routen). Nun würde ich im Nachhinein ganz gerne wissen, wie viele Satelliten zum Zeitpunkt jeder Ortung an dem Punkt verfügbar waren und wie gut die Signalstärke war.
Wisst ihr, ob es das irgendwie möglich ist? Gibt es da so Datenbanken oder sowas wo man nachschauen kann? Hier auf der Seite gibt es ja sowas ganz Tolles. Leider nur für die Schweiz
Am liebsten wäre mir noch, wenn ich das für jeden Ortungspunkt den ich habe bestimmen könnte zum jeweiligen Zeitpunkt der Ortung.

Viele Grüße,
Tagmarie
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Re: Kann man Signalstärke etc. im nachhinein erfahren?

Beitragvon ssquare_de » 18.09.2012 - 09:06

Hallo,

hmmm, das dürfte in der Tat etwas schwierig werden... :(

Man müsste mal bei Trimble nachfragen, ob ihr Online-Mission-Planning-Tool für die Auswertung der Vergangenheit auf das Archiv der alten Almanachs zugreifen kann!?!
Damit wären aber ohnehin nur die Sat-Konstellationen vergangener Tage nachvollziehbar, eine Bewertung der Signalstärken am Antennenstandort kann nur ein entsprechendes Log beinhalten, das du angefertigt haben müsstest.
Die Signalstärken werden sowohl in bestimmten NMEA-Messages ( GSV ), wie eventuell auch in proprietären Messages des Empfängerherstellers aufgezeichnet.

Ich habe gerade auf die Schnelle die Bahndaten aus dem Jahr 1950 getestet, mit "sinnvollen" Resultaten....nun wurden aber die ersten Navigationssats erst Jahrzehnte später in Dienst gestellt :!:

Da besteht also Klärungsbedarf, also bitte bei Trimble mal anläuten und sich schlau machen (lassen), ob und wenn ja, bis zu welchem Zeitpunkt das Tool in die Vergangenheit zurückreicht.

Ach ja, der Link:
http://www.trimble.com/GNSSPlanningOnline/#/Settings



Stefan
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Re: Kann man Signalstärke etc. im nachhinein erfahren?

Beitragvon Tagmarie » 18.09.2012 - 10:59

Herzlichen Dank Stefan, das werde ich gleich mal machen!
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Re: Kann man Signalstärke etc. im nachhinein erfahren?

Beitragvon Deichgraf » 18.09.2012 - 13:24

... Trimble Planning ist auf Planungen von Vermessungsarbeiten in die Zukunft gerichtet und, bezogen auf die Vergangenheit, wo hätte der Satellit rein theoretisch stehen können.

Zudem muss ich in Planning anklicken, welche GPS-Satelliten im Orbit kreisen bzw. berücksichtigt werden sollen.

Aus dem Grunde kann aus dem Jahre 1950 kein sinnvolles Resultat entstehen, weil alle Satelliten auf Off gestellt werden müssten.

Von einem "Profi" hätte da doch eine andere Antwort erwartet. :lol:
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Re: Kann man Signalstärke etc. im nachhinein erfahren?

Beitragvon Tagmarie » 18.09.2012 - 14:12

Das mit 19050 habe ich auch nicht so ganz verstanden, ging aber dann von einem Tippfehler aus. Ist ja auch egal.
Der Tipp mit der Seite von Trimble war schon ganz gut
Meine Daten sind von 2011 und 2012 und abrufbar sind sie auf der Seite auch. Wenn ich da aber nun für jeden einzelnen meiner mehrere Tausend Lokalisationen das Datenblatt ausfüllen möchte und die Anzahl der GPS Satelliten abrufen möchte, dann ist das ne ganz schön Heidenarbeit und übersteigt leider den Nutzen :-(
Ich habe nun mit Trimble telefoniert (sehr nette Leute) und gefragt, ob es da eine Datenbank gibt, mit der ich meine Lokalisationen abgleichen kann, aber leider ist das wohl nicht möglich. Schade :-(
Eine andere Idee hat keiner, oder?
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Re: Kann man Signalstärke etc. im nachhinein erfahren?

Beitragvon ssquare_de » 18.09.2012 - 16:00

Hallo Deichgraf,


ich freue mich ganz ausserordentlich, erfolgreich zu deiner Belustigung mit beigetragen zu haben.
:)

Na, jedenfalls weiss ich durchaus um originären Sinn u. Zweck des Planning-Tools.
Mein "Schnelltest" mit den 50ern sollte (mir) nur zeigen, ob das Tool "idiotensicher" ist, oder nicht und ob da Almanachs aus einem Archiv benutzt werden oder ob da einfach "gerechnet" und "extrapoliert" wird.
Möglich wäre ja auch eine Fehlermeldung des Tool für den ABSICHTLICH unsinnig gewählten Zeitpunkt aus den 50ern gewesen, denn für den Zeitraum liegen mangels SVs keine Almanachs vor !


..."Zudem muss ich in Planning anklicken, welche GPS-Satelliten im Orbit kreisen bzw. berücksichtigt werden sollen."...

Na, ganz so einfach ist es dann auch wieder nicht!
Wie du wissen könntest :idea: , wurden ja seit offizieller Inbetriebnahme des NAVSTAR-Systems dieses zunächst mit weiteren SVs ausgebaut und ergänzt.
Mittlerweile wurden zudem schon etliche SVs erneuert, auf unterschiedlichen Bahnen verschoben und auch die Bahnen selbst angepasst.
Zeitweise waren manche SVs auf "unhealty" geschaltet, wurden dann wieder, nach Abschluss der Wartungsarbeiten aktiviert, usw., usw. ...

Würde man da auf ein Almanach-Archiv zurückgreifen, da würde (fast) alles drinnenstehen, ungeachtet des unbedachtem Geklickes des Toolanwenders bei der Sat-Auswahl.... :wink:
Aber gut, der Blick in die Vergangenheit ist nicht die Hauptaufgabe des Tools.

--->
Nein, "idiotensicher" ist das Tool also nicht!
Aber mir gefällts trotzdem sehr gut !
:lol:

Mein Fehler:
ich hatte beim ersten Schnelllesen übersehen, dass die Sat-konstellationen an 1000en verschiedenen Positionen benötigt werden.
Ich dachte da erst an nur wenige fixe Standorte, so wie der "Forumsmonitor" eben auch einer ist...wie schon gesagt: mein Fehler!

Tagmarie,
welche Daten hast du denn nun zur Verfügung?
Hast du mit deinem Empfänger irgendwelche Logs aufgezeichnet?
Signalstärken und auch die dann tatsächlich empfangenen und verwendeten Sats am Antennenstandort gibts ja sowieso nur in dem Log...wenn die entsprechenden Messages auch aufgezeichnet wurden.


Stefan
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Re: Kann man Signalstärke etc. im nachhinein erfahren?

Beitragvon Tagmarie » 19.09.2012 - 10:06

Hallo Stefan,

Hach ja, eigentlich bin ich ja gar nicht vom Fach und lese mit Bewunderung Eure Fachsimplereien.
Ich bin Biologin und habe die Daten von einem speziellen GPS-Gerät, das sich z.Z. auf einem Tier befindet und stündlich die GPS-Koordinaten aufzeichnet. Die GPS-Koordinaten werden mir Paketweise gesendet. Mitgeschickt wird eine Info über die Anzahl der Satelliten beim letzten Kontakt zwischen den Navstar Satelliten und dem Tier, mehr nicht. Daran bin ich eigentlich auch gar nicht soooo sehr interessiert. Was mich mehr interessiert sind meine Datenlücken, also Uhrzeiten, wo das Gerät hätte aufzeichnen sollen, es aber nicht getan hat. Ich wollte ganz gerne sehen, ob es vielleicht einfach mit den Satelliten zusammenhängt und deshalb die Anzahl der Satelliten erfahren, die zu den Zeitpunkten in Reichweite des Gerätes waren. Von der Idee, die Signalstärke zu bekommen, kann ich mich ja wohl leider verabschieden. Das wäre ja wesentlich präziser.
Viele Grüße,
Tagmarie
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Re: Kann man Signalstärke etc. im nachhinein erfahren?

Beitragvon ssquare_de » 19.09.2012 - 11:20

Hallo Tagmarie,


vielen Dank für die ergänzenden Infos!

So ein Animal-Tracker, wie von dir beschrieben, ist ja mit Sicherheit (bislang jedenfalls) kein (Gross)-Seriengerät.
Da müsste man mit dem Hersteller/Erbauer in Kontakt treten, was genau möglich ist und was nicht und wie das Gerät zu konfigurieren ist.
Gibts dazu irgendwelche Unterlagen oder gar Links?

Wie du das schilderst wird es wohl so sein, dass die Datenlücken durch Signalblockade auf der Strecke Sat --> Trackerantenne entstehen....
Tierkörper dazwischen, dichtes Unterholz, Höhlenbesuch oder auch "nur" sehr eingeschränkter Himmel verfügbar, Nest/Horst an einer Felsenwand?!?
Was sind denn das für Tiere?
Wenn man fragen darf?
:wink:

Das Gerät wird sicherlich aus Energiespargründen nur in gewissen Abständen einen GPS-Fix vornehmen (wollen).
Da braucht es dann stabile Verbindung zu mindestens 4 Sats über vermutlich einige Minuten...
Wenn das nicht klappt, wird der Versuch aus genannten Energiespargründen wohl abgebrochen und aufs nächste Mal verschoben.



Stefan
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Re: Kann man Signalstärke etc. im nachhinein erfahren?

Beitragvon Tagmarie » 19.09.2012 - 13:40

Hallo Stefan,

Alles sehr richtig, was Du schreibst.
Mir wäre es nur ganz lieb, sagen zu können, dass den Datenausfällen Parametern zu Grunde liegen, die nichts mit dem Tier und dessen Verhalten direkt zu tun haben. Meine Datenlücken sind nämlich leider nicht zufällig verteilt.
Am Liebsten wäre mir natürlich, die Signalstärke der Satelliten verantwortlich dafür zu machen. Andere Umweltparameter (Bewölkung etc.) werde ich aber natürlich auch mit einbeziehen.

Es handelt sich natürlich um die tollste Tierart der Welt ;-)Wenn Du mir nicht böse bist, würde ich ganz gerne nicht ins Detail gehen. Ich bin in Internetforen ganz gerne in kognito unterwegs.

Viele Grüße und nochmal danke für den Hinweis mit der Seite. Ach ja, weißt Du ob die Signalstärke mit der Satellitenzahl korrelliert? Das ist wahrscheinlich mal wieder eine Frage, die plump ist und nicht so einfach zu beantworten ist, oder? Wie gesagt, ich bin nicht vom Fach...
Tagmarie
 
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Re: Kann man Signalstärke etc. im nachhinein erfahren?

Beitragvon XPosition » 19.09.2012 - 15:52

Eine schwache/schlechte Signalstärke liegt nicht an den Satelliten selbst, sondern an der Umgebung am Boden.
Kann man das Aufzeichnungsintervall erhöhen oder andere Einstellungen vornehmen ?
Kann das Tier tauchen ? Dann ist das Signal auch weg z.B.
Ungefähre Tierart ? Vogel ?

Manche teuren Empfänger haben auch die Möglichkeit über das sogenannte "Dead Reckoning", auch ohne GPS Empfang eine zeitlang Ortsdaten zu erzeugen.
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Re: Kann man Signalstärke etc. im nachhinein erfahren?

Beitragvon Taurus » 19.09.2012 - 17:59

Hi,

Tagmarie, du hast den Job den ich mal amchen wollte... dann wurde es doch noch ein Geo-Studium *lach*

Kannst du uns mal ein Paar mehr informationen geben... :

Wie lange fällt die Datenaufzeichnung aus ? (Wann ist der letzte Aufzeichnungszeitpunkt, und wann der erste nach dem Ausfall?)
Fällt die Datenaufzeichnung täglich zur gleichen Zeit aus?
Ist die letzte Position vor dem Ausfall noch ungefähr die gleiche Position wie nach dem Ausfall ?


Mit biologisch-geodätischen Grüßen,

Taurus
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Re: Kann man Signalstärke etc. im nachhinein erfahren?

Beitragvon Hagen.Felix » 20.09.2012 - 11:49

ssquare_de hat geschrieben:...
Das Gerät wird sicherlich aus Energiespargründen nur in gewissen Abständen einen GPS-Fix vornehmen (wollen).
Da braucht es dann stabile Verbindung zu mindestens 4 Sats über vermutlich einige Minuten...
Wenn das nicht klappt, wird der Versuch aus genannten Energiespargründen wohl abgebrochen und aufs nächste Mal verschoben.
...


Vermutlich wird das zugrunde liegende Problem genau darin bestehen.

Wenn tatsächlich nur ein Mal je Stunde in möglichst kurzer Zeit (also mit minimalem Batterieverbrauch über einen möglichst langen Zeitraum) nur mal eben eine einzige Position aufgezeichnet werden soll, wird der Empfänger zwischendurch sicher komplett schlafen gelegt.

Ich weiß zwar nicht, welcher Empfänger hier konkret verbaut ist, aber es würde mich schon wundern, wenn es bereits ein Modell wäre, das eine solche Funktion wie das "AssistNow Autonomous" von u-blox (http://u-blox.com/de/assisted-gps.html) beinhaltet.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Empfänger aus früheren Jahren eben auch jenseits von solchen Dingen wie A-GPS nur eine viel geringere Empfindlichkeit als die aktuellen Modelle hatten.

Ich vermute mal, wenn z.B. schon ein SirfStarIV in diesen GPS-Halsbändern verbaut wäre, würde das Problem wirklich nur dann auftreten, wenn das liebe Tierchen tatsächlich in diesem Moment in einer Höhle liegt oder so ...

Aber wenn hier beispielsweise noch ein Sirf II (um mal innerhalb der Produktlinie zu bleiben) werkelt, ist es auch außerhalb von Höhlen eigentlich eher Zufall, ob in der gegebenen kurzen Zeit ein Fix erreicht werden kann oder nicht. Das muss dann auch gar nicht unbedingt an einer schlechten Satellitenkonstellation liegen, wenn es eben nicht klappt. Bei den alten Empfängern reichte z.B. schon eine Eigenbewegung des Empfängers beim Einschalten, um das Erreichen eines Fixes extrem zu verzögern bzw. sogar zu verhindern.

Ob also eine nachträgliche statistische Auswertung der Datenlücken wirklich noch einen Erkenntnisgewinn bringen kann, würde ich schon ein wenig bezweifeln ...

Vielleicht eher mal darüber nachdenken, hier mit neuerer Technik die Datenlücken vermeiden oder zumindest deutlich verringern zu können?

Übrigens hat Michele gerade einen recht lesenswerten Beitrag (http://michelebavaro.blogspot.de/2012/08/the-gps-tracker-to-beat-smallest.html) zum Thema der Logger geschrieben ...

Viele Grüße aus Grimma,
Hagen
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Re: Kann man Signalstärke etc. im nachhinein erfahren?

Beitragvon Tagmarie » 20.09.2012 - 16:42

Tja, mal wieder sehr interessant dieses interdisziplinäre Plaudern :-) Sollte man viel öfter tun.Das ist ja richtig nett bei Euch!
Der Beitrag von Michele war sehr spannend. Auch wenn ich das snapshoot prinzip noch nicht ganz durchschaue klingt es ganz interessant.

Ich nutze diesen Transmitter hier: http://www.microwavetelemetry.com/bird/ ... PS_30g.cfm
bzw. http://www.microwavetelemetry.com/bird/ ... ations.cfm
Da steht nix zum Empfänger, oder doch?

Das "Assist Now Autonomous" hört sich zwar vielversprechend an, aber auch so, als ob es viel Strom braucht und zusätzliche Technik (d.h. Gewicht) ist, oder nicht?

Ein Wechsel der Technik kommt für mich ohnehin nicht in Frage. Trotzdem spannend, denn das Ganze betrifft natürlich viele Biologen in meinem Bekannten/Arbeitskreis.

Meine Art ist eine Ente, die ihr Leben auf dem so gut wie ausschließlich auf dem Watt rumwatschelnd verbringt. Schläfchen in Höhlen und Bäume unter denen sie langläuft kann ich damit als Störquelle ausschließen. Eigentlich sind die Bedingungen zum Senden perfekt, kein Baum weit und breit und die einzigen Beschattungen sind wohl die Wolken.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass es zu Ausfällen kommt, wenn die Ente fliegt (Gefieder bedeckt Antenne. Haben Satelliten eigentlich mehr Probleme, sich fortbewegende Objekte zu orten?), oder ruht und dabei der Sender einen anderen Winkel annimmt (Antenne nicht mehr perfekt ausgerichtet). Das wär dann halt blöd, weil ich über die GPS-Koordinaten Aussagen zum Leben der Ente treffen will und Ausfälle zu bestimmten Situationen das Bild etwas verzerren würden. Aber wie gesagt, eigentlich sind auf dem Watt doch perfekte Bedingungen. Deshalb dachte ich, dass es wohl mit externen Sachen zu tun hat.
Das Blöde ist halt, dass meine Daten mir sagen, dass die Ausfälle nicht zufällig verteilt sind. Deshalb mag ich erstmal schauen, ob nun externe Faktoren eine Rolle spielen, bevor ich mit der eigentlichen Arbeit anfange.
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Re: Kann man Signalstärke etc. im nachhinein erfahren?

Beitragvon Tagmarie » 20.09.2012 - 16:56

Achso, die Hälfte vergessen:

- Ein Geo-Studium ist doch auch spanennd! Das hatte ich mir zwischenzeitlich auch mal überlegt, bin aber ganz zufrieden mit dem was ich hab :-)
- Meine Enten tauchen nicht. Watscheln nur rum, fliegen oder schwimmen.
- die Ausfälle sind nur immer kurz, also meistens nur, dass ich einen Ausfall habe und in der Stunde darauf bekomme ich wieder einen Punkt. Dass mehrere Stunden am Stück fehlen ist eher die Ausnahme.
- Der Sender am Vogel zeichnet immer zur vollen Stunde die GPS-Koordinaten auf. Ich glaube, dass er rund zwei Minuten lang versucht, ein Signal zu erhalten bevor er sich wieder in den Ruhezustand schaltet. Der längste erfolgreiche Vorgang den ich in meiner Datenbank habe dauerte 108 Sekunden, bei denen er dann auch immer nur 4 Satelliten zur Positionsbestimmung hatte. Je mehr Satelliten er zur Positionsbestimmung hatte desto schneller ging es (logischerweise) auch.

Liebe Grüße,
Tagmarie
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Re: Kann man Signalstärke etc. im nachhinein erfahren?

Beitragvon Deichgraf » 20.09.2012 - 17:57

... also, Tagmarie, das Wichtigste beim Start eines GPS-Gerätes ist, das die Ephemeriden eingelesen werden.
Diese Daten werden alle 30 Sekunden gesendet, das Einlesen dauert 8 Sekunden. Tritt während des Einlesens eine Störung auf, z.B. schnelle Bewegung, muss der nächste Block abgewartet werden. Da sind 2 Minuten eigentlich zu wenig.

Dann spielt eine Rolle, wie viele Empfangskanäle der GPS-Chip hat und wie viele davon für die Akquise eingesetzt werden.
Mein schnellster Logger (Venus 5) packt den Fix in ca. 18 Sekunden, mit AGPS in max. 2 Sek.

Die 2 Minuten sind auch hinsichtlich der Almanachdaten zu eng bemessen, denn der Almach muss irgendwann auch neu eingelesen werden, und der benötigt 12 1/2 Minuten.

Irgendwie kann ich an dieser Art der Datenaufzeichnung keinen wissenschaftlichen Aspekt erkennen. Und nur 1 Position im Stundentakt, welche Erkenntnisse sollen da über das Verhalten der Ente gewonnen werden?
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